Brauchtum und Feste

Heilig Abend in Idesheim

Auf dem Dorfplatz versammelt man sich zu später Stunde. Gesellig mit einer Tasse Glühwein, ausgeschenkt von der Feuerwehr stimmt der Musikverein weihnachtliche Klänge an, mit denen man im Rahmen der Dorfgemeinschaft Heiligabend ausklingen lassen kann.

Klapperkinder

Eine schöne Tradition für die Kinder ist das Klappern an den Kartagen. Nach der Gründonnerstagsmesse fliegen die Glocken nach Rom und werden dort neu angestrichen, bzw. essen dort Grießbrei, bis sie in der Osternacht wieder zurückkehren. Während dieser Zeit, in der keine Glocken läuten, übernehmen die Kinder morgens, mittags und abends diese Aufgabe. Sie gehen in Gruppen mit ihren Klappern durchs Dorf. Am Karsamstag sammeln die Kinder als Lohn für ihre Mühen Eier ein, die dann unter ihnen verteilt werden. Die Klappern werden oft von Generation zu Generation weitergereicht.

In Idesheim gab es früher mehrere Handwerker, die für die Idesheimer Kinder Klappern herstellten.

Mittlerweile kann man beim Schönfelderhof der Barmherzigen Brüdern handgefertigte Klappern erwerben.

Osterklapper-Foto: Birgit Priebe-Leitzgen

Begriffserklärung Klapper: Ein aus Holz gefertigtes Lautinstrument das durch das Drehen einer Kurbel eine hölzernen Zahnwelle antreibt, die Holzplättchen zum „klappern“ (Lärm) bewegt.

 „Pluniendaach“ – Apollonientag

Zu Ehren der Schutzpatronin der Kirche von Idesheim, der heiligen Apollonia, wurde an ihrem Namenstag am 19. Februar ein großes Fest veranstaltet mit Musik und Tanz bei „Pappen“ (Gasthaus Lieser) im großen Saal. Dafür gab es ein neues Kleid und neue Schuhe.

 Oktoberfest

Am eigentlichen Kirmes-Wochenende im Oktober

Hüttenbrennen (den Winter verbrennen)

Auch „Schäfsondich“ genannt. Das traditinonelle verbrennen des Winters geht bis zur Zeit der Kelten zurück und war schon immer ein wichtiges Ritual im Lauf der Jahreszeiten. In Idesheim wird deshalb von der Dorfjugend Holz für ein großes Feuer und Eier gesammelt. Aber auch gleichzeitig im Vorfeld die „Schäfstaang“ im Gemeindewald gefällt. Diese wird dann im Dorf meistbietend versteigert. Aus dem langen Fichtenstamm(„Schäfstaang“) wurde im Laufe der Zeit mehrere Festmeter Brennholz. Der Erlös der Versteigerung kommt der Dorfjungend zugute. Am Abend des „Schäfsondich“ und nach dem verbrennen des großen Feuers werden die gesammelten Eier im Gasthaus von dem Ehepaar das sich als letzte getraut hat, zubereitet. Hier trifft sich die Dorfjugend dann zum geselligen Beisammen sein bei Rührei und Getränk und lässt den Abend ausklingen.

Fastnacht

Die Frauengemeinschaft ist hier besonders am Weiberdonnerstag aktiv und im Dorf umtriebig.

Maibaum aufstellen

Eine Gemeinschaftsaktion am Dorfplatz. Die besondere Herausforderung dabei besteht darin, sich den Maibaum nicht vorher von der Jugend der Nachbarorte stehlen zu lassen. Es kommt zwar immer seltener vor, ist aber immer eine besondere und sportliche Herausvorderung gewesen.